Gesellschaft für Unternehmensnachfolge
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Leitfaden für Käufer - Der Kaufprozess

Beitragsseiten
Leitfaden für Käufer
Einleitung
Worauf Sie achten sollten
Der Kaufprozess
Ist der Kauf für Sie die richtige Entscheidung
Allgemeine Fragen
Alle Seiten
Eine der häufigsten Fragen, die von denen gestellt werden, die bisher noch nie ein Unternehmen gekauft haben (das sind ca. 90 % derer, die sich für einen Unternehmenskauf interessieren) ist die Frage, wie man ein Unternehmen kauft. Es gibt dabei keinen richtigen oder falschen Weg. Wichtig ist jedoch, dass Sie zunächst Antworten auf all Ihre Fragen erhalten und die notwendigen Informationen vorliegen haben, damit Sie eine fundierte Entscheidung treffen können. Hier einige Schritte zum Kauf eines Unternehmens, die sich im Laufe der Jahre als effektiv und praktisch nützlich erwiesen haben:

 

Sammlung grundlegender Fakten
Sammeln Sie vorab Informationen über Preise, Konditionen, Erträge, bereinigte Gewinne und der allgemeinen Lage. Es macht keinen Sinn, sich mit dem Kauf eines Unternehmens weiter zu befassen, wenn der Kapitalbedarf höher ist, als der, den Sie investieren wollen. Machen Sie sich in dieser Phase noch keine Gedanken über den abschließenden Kaufpreis. Dieser ist wichtig! Am wichtigsten ist jedoch, wie viel Kapital Sie brauchen, um das Unternehmen zu kaufen. Denn für Unternehmenskäufer gibt es nur unzureichende externe Finanzierungsmöglichkeiten durch Banken und ähnliche Finanzinstitute. Die meisten Unternehmenskäufe werden daher vom Verkäufer finanziert. Daher ist auch nur der Betrag wichtig, den Sie investieren wollen. Außerdem muss das Unternehmen in der Lage sein, Ihren Grundbedarf zu decken. Sie können immer davon ausgehen, dass ein Unternehmen unter Ihrer Leitung besser florieren wird, aber Sie müssen sowohl Ihre Lebenshaltungskosten als auch Ihre Finanzierungskosten decken. Außerdem sollten Sie nicht vergessen, dass Kaufpreise und Anzahlungen verhandelbar sind. Unternehmen werden in der Regel für 15 bis 25 % weniger verkauft als ursprünglich veranschlagt. Ein Sprichwort sagt: "Je mehr Bargeld in einen Unternehmenskauf investiert wird, umso niedriger ist der Gesamtpreis. Je weniger Cash man investieren kann, umso höher."

 

Besichtigen Sie das Unternehmen
Besichtigen Sie das Unternehmen, um zu prüfen, ob Ihnen der Standort und das optische Erscheinungsbild gefällt - sowohl innen als auch außen. Treten Sie dabei als Kunde auf. Jetzt ist noch nicht der Moment, mit dem Inhaber zu sprechen. Handelt es sich um ein Unternehmen, das man nur schlecht als Kunde besuchen kann, vereinbaren Sie mit dem Verkäufer einen Besichtigungstermin. Es macht keinen Sinn, sich weiter mit dem Unternehmen zu befassen, wenn Ihnen die Lage oder das Erscheinungsbild nicht gefällt.

 

Bestehen Sie auf Antworten zu Ihren Fragen
Wenn Ihnen das Unternehmen gefällt, sollten Sie jetzt Antworten auf Ihre Fragen einzuholen. Beispiel: Wie hoch ist die Miete? Wie lang läuft der Mietvertrag? Wie hoch war der Umsatz in den letzten Jahren? Kann der Verkäufer die Zahlen belegen, die er genannt hat? Es ist an dieser Stelle noch nicht wichtig, die Bücher des Verkäufers vollständig zu prüfen. Dafür ist später noch immer Zeit, ebenso zur Prüfung anderer wichtiger Aspekte während der sorgfältigen kaufmännischen Prüfung (Due Diligence). Jetzt sollten Sie nur Antworten auf die Fragen einholen, die für Ihre Kaufentscheidung wichtig sind.

 

Machen Sie ein Angebot
Wenn Ihre grundlegenden Fragen beantwortet wurden und Sie sich weiterhin für den Kauf des Unternehmens interessieren, sollten Sie jetzt versuchen, mit dem Verkäufer zu einer Kaufpreisfindung zu gelangen. Diese erfolgt üblicherweise mit einem unverbindlichen Kaufangebot, das von verschiedenen Bedingungen abhängig gemacht wird – z. B. die Prüfung der Unternehmenszahlen auf Nachhaltigkeit. Hauptzweck dieses Angebots ist es zu prüfen, ob der Verkäufer Ihre Kaufpreisvorstellung und die dazugehörigen Zahlunskonditionen akzeptieren wird. Vergessen Sie nicht, Ihr Angebot ist nur dann bindend, wenn die Ihnen vorgelegten Informationen auch der Wahrheit entsprechen. Es macht keinen Sinn, jetzt schon externe Berater hinzuziehen und eine kosten- und zeitaufwändige Prüfung durchzuführen, wenn Sie sich in Finanzdingen noch nicht mit dem Verkäufer einig sind.

 

Sorgfältige Prüfung (Due Dilligence)
Zu diesem Zeitpunkt haben Sie hoffentlich bereits eine gemeinsame Sprache mit dem Verkäufer gefunden und können nun beginnen, Knackpunkte zu beseitigen und eine sorgfältige Prüfung durchführen.

*Insider-Tipp:
Sofern Sie nicht umfassend mit der Art des zu kaufenden Unternehmens vertraut sind, ist es vorteilhaft, wenn der Verkäufer Ihnen vertraglich eine Einarbeitung garantiert. Hierbei sind 30 Tage angemessen, möglicherweise gefolgt von weiteren 30 bis 60 Tagen telefonischer Beratung. Wenn Sie auf eine längere Einarbeitung bestehen, sollten Sie mit dem Verkäufer einen separaten Beratervertrag abschließen.