Leitfaden für Verkäufer
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Ist es an der Zeit zu verkaufen? Das eigene Unternehmen zu verkaufen ist eine wichtige Entscheidung! Sie haben Zeit, Geld und Energie in Aufbau, Entwicklung und Führung Ihres Unternehmens investiert. Womöglich stellt es sogar Ihr Lebenswerk dar. Vielleicht haben Sie bereits entschieden, dass der jetzige Zeitpunkt der richtige für den Verkauf ist und möchten nun die bestmögliche professionelle Beratung. Die Zusammenarbeit mit einem M&A Berater kann hierbei den großen Unterschied zwischen dem „Abstoßen“ eines Unternehmens und dem „Verkauf zum bestmöglichen Preis“ ausmachen! Nachfolgend behandeln wir einige der häufigsten Fragen, die von Verkäufern gestellt werden. Bei weiteren Fragen können Sie uns gerne jederzeit kontaktieren.
Wenn Sie bis hier hin gekommen sind, dann ist Ihre Motivation zum Verkauf groß genug, um die ersten Schritte zu machen. Sie müssen heute noch keine entgültige Entscheidung treffen. Sie werden lediglich einige Informationen zum Thema „Erfolgreicher Unternehmensverkauf“ erhalten. Dieser Abschnitt sollte viele Ihrer Fragen beantworten und Ihnen durch den Irrgarten des Verkaufsprozesses helfen.
Frage 1
Die Frage, die fast jeder Verkäufer zuerst stellt, lautet: "Was ist mein Unternehmen wert?" Offen gesagt, würden auch wir uns diese Frage als erste stellen, wenn wir unser Unternehmern verkaufen wollten. Wir möchten diese Frage jedoch etwas nach hinten schieben und erst einige andere wichtige Dinge ansprechen. Sie müssen für den Preis verkaufen wollen, den der Markt zu zahlen bereit ist. Wenn Geld der einzige Verkaufsgrund ist, dann sind Sie wahrscheinlich noch nicht bereit, Ihr Unternehmen wirklich abzugeben.
*Insider-Tipp
Es ist egal, wie hoch Sie den Wert Ihres Unternehmens einschätzen, oder was Sie dafür verlangen. Es ist auch egal, wie hoch Ihr Steuerberater, Anwalt oder bester Freund Ihr Unternehmen bewertet. Nur der Markt kann und wird den Wert des Unternehmens bestimmen.
Frage 2
Die zweite Frage, die Sie sich stellen sollten, ist: Möchten Sie Ihr Unternehmen wirklich verkaufen? Wenn Sie sich sicher sind und gute Gründe für den Verkauf haben, wird dieser auch in die Tat umgesetzt werden. Ihre Verkaufschancen werden sich erhöhen, wenn Sie auch die 2. Frage mit „Ja“ beantworten können: Sind Ihre Erwartungen angemessen?
Die ersten Schritte
Wir gehen wir davon aus, dass Sie sich entschlossen haben, die ersten Schritte für den Unternehmensverkauf einzuleiten. Bevor Sie Ihr Unternehmen zum Verkauf anbieten, sollten Sie sich gut vorbereiten. Als Erstes müssen Sie Informationen über Ihr Unternehmen zusammentragen.
Hier ist eine Checkliste mit Dokumenten, die für einen Verkauf unabdingbar sind:
- Gewinn- und Verlustaufstellung der letzten drei Jahre
- Einkomenssteuererklärung des Unternehmens
- Inventarliste
- Kopie des Mietvertrages
- Liste der Darlehen des Unternehmens (Höhe und Tilgungsplan)
- Liste der Darlehen des Unternehmens (Höhe und Tilgungsplan)
- Eine Kopie des Franchisevertrages, sofern zutreffend
- Einen Orientierungswert für die Bestände, sofern möglich
- Liste der eventuellen externen Berater
Hinweise
Wenn Sie, wie viele andere, ein Kleinunternehmer sind, müssen Sie möglicherweise nach einigen dieser Dokumenten suchen. Wenn Sie alle oben erwähnten Informationen zusammengetragen haben, sollten Sie sich etwas Zeit nehmen, um die Daten auf den neuesten Stand zu bringen und eventulle Lücken zu schließen. Vielleicht haben Sie viele dieser Dinge vergessen, so dass es kein schlechter Rat ist, alles nochmals genau zu prüfen. Stellen Sie alle Informationen in einer ansprechenden Art und Weise zusammen, so als wollten Sie diese einem potentiellen Käufer präsentieren. Diese Informationen sind Voraussetzung für alles andere.
Sorgen Sie dafür, dass die Bilanzen des Unternehmens aktuell sind. Wenn Sie im laufenden Geschäftsjahr sind, halten Sie sowohl die Zahlen des letzten Geschäftsjahres als auch die aktuellen Zahlen für das laufende Jahr bereit. Bringen Sie Ihre Unterlagen in eine präsentierfähige Form. Es zahlt sich langfristig aus, sich externe professionelle Hilfe zu bedienen, um die Bilanzen gegebenenfalls in einer ordentlich Form zu haben. Wie Sie noch sehen werden, hängt der Preis für ein Unternehmen im Wesentlichen vom bereinigten Gewinn ab. Berücksichtigt werden müssen dabei der Gewinn, die Entnahmen des Inhabers, die Abschreibungen und andere Ausgaben, die nicht betriebsnotwendig waren. Geraten Sie nicht in Panik, wenn auf den ersten Blick unter dem Strich andere Zahlen stehen, als Sie erwartet haben. Wenn Sie die oben genannten Punkte berücksichtigen und Ihr Ergebnis bereinigen, sieht der Cashflow möglicherweise deutlich besser aus.
Potentielle Käufer möchten die Zahlen Ihres Unternehmens prüfen. Denn Sie wollen wissen, ob sie dem Kapitaldienst nachkommen (dazu später mehr) und obendrein ihren Lebensunterhalt verdienen können. Wenn Ihr Unternehmen für den Lebensunterhalt eines Käufers nicht ausreicht, müssen Sie nüchtern feststellen, dass es wohl nicht verkauft werden kann. Sie müssen einen Käufer finden, der bereit ist, das hohe Risiko zu übernehmen, oder Sie finden einen Branchenexperten, der der Meinung ist, dass er oder sie das Geschäft ausbauen kann.
*Insider-Tipp:
Die große Frage ist eigentlich nicht, für wie viel Geld Sie Ihr Unternehmen verkaufen können, sondern wie viel Ihnen davon nach Abzug der Steuern übrig bleibt.
Wichtigster Punkt ist, dass Sie, bevor Sie einen Preis festsetzen oder Ihr Unternehmen verkaufen, die steuerlichen Konsequenzen des Verkaufs mit einem Steuerberater diskutieren. Sie sollten sich nicht bereits mitten in einer Transaktion mit einem soliden Käufer befinden und dann feststellen, dass Ihnen vom Verkaufserlös nach Abzug der Steuern wesentlich weniger bleibt, als Sie sich vorgestellt haben.
Käufer kaufen Unternehmen oft aus den gleichen Gründen, aus denen Verkäufer ihre Unternehmen verkaufen. Für eine erfolgreiche Transaktion ist es ist wichtig, dass der Käufer genauso ernsthaftes Interesse an einem Kauf, wie der Verkäufer an einem Verkauf hat. Wenn der Käufer nicht ernsthaft interessiert ist, kommt der Verkauf niemals zum Abschluss. Hier nur einige Gründe, weshalb Käufer Unternehmen kaufen:
- Alternative zur Arbeitslosigkeit
- Vorruhestand (auf eigenen Wunsch oder gezwungenermaßen)
- Unzufriedenheit mit dem Job
- Der Wunsch, das eigene Leben selbst zu bestimmen
- Der Wunsch, eigene Vorstellungen zu verwirklichen
Ein Käuferprofil
Wie sieht ein Käufer aus? Es kann sich zum Beispiel um einen Existenzgründer handeln, der sich nach seiner Entlassung ein Unternehmen kaufen möchte. Aller Wahrscheinlichkeit nach ist er männlich (allerdings gibt es auch mehr und mehr Unternehmerinnen, so dass sich diese Situation schnell ändern wird). Etwa 50 % der Käufer haben weniger als 100.000 € zur Verfügung, die sie in den Kauf eines Unternehmens investieren möchten. In vielen Fällen stammen die liquiden Mittel (oder Teile daraus) aus persönlichen Ersparnissen oder von Familienmitgliedern. Er oder sie wird wahrscheinlich ein Unternehmen kaufen, das vorher nie in Betracht gekommen wäre, wenn es ihm nicht vorgestellt worden wäre.
Das Interesse an einem eignen Unternehmen besteht vor allem aufgrund seiner aktuellen privaten Situation. Er möchte sich selbst verwirklichen, sein eigenes Schicksal bestimmen und nicht für Fremde arbeiten. Geld ist wichtig, aber nicht das Wichtigste (auf der Liste der Motivatoren steht es nur auf Platz 4 oder 5). Um den Traum vom eigenen Unternehmen zu verwirklichen, muss er in der Lage sein, "über seinen Schatten zu springen", und das Risiko akzeptieren, das mit dem Kauf und der Führung eines eigenen Unternehmens verbunden ist.
Sollte er nur ein Unternehmen kaufen wollen, um mehr Geld zu verdienen, dann ist er in der Regel nicht die richtigen Käufer für kleine Unternehmen. Vergessen Sie nicht, welche Eigenschaften ein perfekter Käufer besitzen muss:
- den Wunsch, ein Unternehmen zu erwerben,
- die Notwendigkeit, schnell ein Unternehmen zu erwerben,
- die finanzellen Mittel,
- die Fähigkeit, selbst Entscheidungen zu treffen,
- realistische Erwartungen an die Zukunft als Firmeninhaber.
Was wollen Käufer wissen?
Diese Frage kommt möglicherweise etwas früh, da Sie sich noch nicht entgültig zum Verkauf entschieden haben. Sie wird Ihnen aber bei der Entscheidungsfindung helfen; Sie sollten nicht nur wissen, wer der Käufer ist, sondern auch, was er oder sie beim Kauf Ihres Unternehmens wissen möchte. Hier einige Fragen, die Ihnen wahrscheinlich gestellt werden und auf die Sie eine Antwort parat haben sollten:
- Wie viel Geld brauche ich, um das Unternehmen kaufen zu können?
- Wie hoch ist das jährliche Umsatzwachstum?
- Wie hoch ist der Warenbestand?
- Wie hoch ist die Verschuldung?
- Wird der Verkäufer eine Einarbeitung anbieten und noch eine gewisse Zeit im Unternehmen bleiben?
- Was ist das Besondere, Andere, Einmalige an dem Unternehmen?
- Wodurch ist das Produkt oder die Dienstleistung gekennzeichnet? Gibt es Beteiligungen an Ausschreibungen? Gibt es Wiederholungsgeschäfte?
- Wie kann das Geschäft ausgebaut werden?
- Wie kann der Käufer einen Zusatznutzen aufbauen?
- Wie sieht die Gewinnlage in schlechten und in guten Zeiten aus?
Käufer haben Interesse am bereinigten Gewinn
Sie sollten nicht vergessen, dass die meisten Käufer die Zahlen Ihres Unternehmens kaufen möchten. Sprechen Sie mit Ihrem Steuerberater und bringen Sie Ihre Bilanzen in Ordnung, so dass der „wahre Gewinn“ des Unternehmens zu erkennen ist. Der bereinigte Gewinn ist normalerwiese wesentlich höher als der ausgewiesen Gewinn. Die meisten Käufer schauen zuerst auf die Gewinn- und Verlustrechnung sowie auf die Bezüge des Inhabers und/oder dessen Familie. Zusätzlich analysieren sie eventuelle Vergünstigungen für Familienangehörige (Autos, Versicherungen etc.). Sie achten auf einmalige Kosten, beispielsweise für ein neues Computersystem oder die Reparatur einer Maschine und sie berücksichtigen die Abschreibungen. Ebenso werden die Zinsaufwendungen geprüft, da sie Inhaberabhängig sind. Ein professioneller M&A Berater wird all diese genannten Positionen berücksichtigen, wenn er einem Verkäufer rät, zu welchem Preis er verkaufen soll.
*Insider-Tipp:
Wie sieht es mit dem Internet aus? Wenn es zu Ihrem Unternehmen passt, ist die Gestaltung einer Website nicht nur für das operative Geschäft sehr wichtig, sondern kann Sie bei der Suche nach einem geeigneten Käufer für Ihre Firma sehr gut unterstützen. Den meisten Käufern ist bewußt, wie wichtig das Internet in vielen Geschäftsbereichen sein kann. Wenn Ihr Unternehmen eine Website besitzt, kann dies ein entscheidender Vorteil sein.
Das Aussehen zählt
Bevor Sie sich zum Verkauf entschließen, sollten Sie altes und verschlissenes Inventar ersetzen. Gehen Sie nicht davon aus, dass ein neuer Inhaber dies tun wird oder dass der Kaufpreis dafür auch etwas niedriger sein kann. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, das Unternehmen „zu schmücken“, selbst wenn Sie es nicht verkaufen. Bringen Sie ein neues Firmenschild an, tauschen Sie den Teppich aus, lassen Sie die Gebäude neu streichen. Alles muss perfekt aussehen. Selbst wenn Sie nicht verkaufen, ist das gut für Ihr Geschäft und Sie wissen nie genau, wann sich die Chance für einen Verkauf ergibt. Denken Sie daran: alles, was den Umsatz erhöht, erhöht auch den Gewinn und den so wichtigen „bereinigten Gewinn“!
Alles hat einen Wert
Es gibt noch weitere Dinge, die den Wert Ihres Unternehmens steigern. Vergessen Sie nicht den Wert von Kundenkarteien, von selbst entwickelten Produkten und/oder Verfahren, von gut gepflegten Anlagen, geheimen Rezepten, benutzerspezifischen Softwareprogrammen oder guten Mitarbeitern. Dies sind sogenannte nicht bilanzierte Positionen, und auch wenn sie bei den meisten Preisbildungsmodellen nicht berücksichtigt werden, erhöhen sie doch den Unternehmenswert. Analysieren Sie Ihr Unternehmen sehr sorgfältig, so dass Sie wichtige Aspekte nicht übersehen, die Ihr Geschäft für einen Käufer attraktiver machen können.
Vermeiden Sie Überraschungen
Sorgen Sie dafür, dass es keine Überraschungen geben kann, und zwar lange, bevor Sie Ihr Unternehmen auf den Markt bringen! Überprüfen Sie jede Facette des Unternehmens und beseitigen Sie eventuelle Probleme, die während des Verkaufs auftreten könnten. Niemand liebt Überraschungen, am allerwenigsten ein potentieller Käufer. Ob es sich nun um juristische, Buchhaltungs-, Umwelt- oder sonstige Probleme handelt, lösen Sie diese jetzt!
*Insider-Tipp:
Dieser Tipp klingt möglicherweise trivial, weil er schon bei Beginn der Geschäftstätigkeit hätte erledigt werden sollen und so kommt er möglicherweise jetzt zu spät. Sie sollten ein Firmenhandbuch erstellen. Vielleicht haben Sie bereits eines, das Jahre alt ist, oder Sie haben wenigstens bereits einmal daran gedacht, ein solches zu erstellen. Jetzt ist die richtige Zeit dafür. Es kann einen zusätzlichen Wert für das Unternehmen darstellen. Selbst wenn dies nicht der Fall ist, werden Käufer davon sehr beeindruckt sein. Dies kann auch zu einem schnelleren Verkauf beitragen. Die Erarbeitung eines Handbuchs, kann auch bei einem Nichtverkauf nützlich sein. Es muss nicht jedes Detail regeln, sondern nur die Grundlagen. Eindruck hinterlassen auch eine Sammlung Ihrer geschalteten Werbeanzeigen, ein Produktkatalog, Produktproben, Publikationen und Menükarten (wenn es sich um einen Gastronomiebetrieb handelt). Stellen Sie alle Informationen zur Verfügung, die im Zusammenhang mit dem Unternehmen stehen und dem neuen Inhaber von Nutzen sein können. Achten Sie jedoch auf die Wahrung Ihrer Firmengeheimnisse (z. B. Kundenlisten, Lieferantenlisten, geheime Rezepte usw.).
Wir freuen uns darauf, wenn wir gemeinsam mit Ihnen einen geeigneten Käufer für Ihr Unternehmen selektieren dürfen. Als Verkäufer sind Sie ein wichtiger Bestandteil unseres Verkaufskonzeptes. Wir möchten Ihnen ein paar nützliche Empfehlungen geben, die den Verkauf Ihrer Firma erfolgreich unterstützen werden.
Es wird sehr förderlich sein, wenn Sie Ihr Unternehmen mit den Augen eines Käufers betrachten. Versuchen Sie sich in dessen Lage zu versetzen. Was würden Sie ändern, um die Firma noch attraktiver, noch verkäuflicher zu machen?
Natürlich ist für den Verkauf neben den finanziellen Unterlagen Ihrer Firma auch das Erscheinungsbild sehr entscheidend. Wenn einem Kaufinteressenten bereits der erste Eindruck eines Unternehmens nicht gefällt, erlischt das Kaufinteresse meist direkt.
Selbstverständlich können Sie uns gerne kontaktieren, wenn Sie Fragen haben. Bitte gehen Sie durch die nachstehende Liste und prüfen Sie, ob einer der Punkte auf Sie zutrifft:
- Klären Sie die Ungereimtheiten in Ihren Bilanzen/ Gewinn- und Verlustrechnungen
- Teilen Sie uns umgehend mit, wenn Sie in finanzielle Engpässe geraten.
- Informieren Sie uns direkt, sobald Schwierigkeiten mit Lieferanten, Kunden, Mitarbeitern oder dem Vermieter auftreten und bei allen weiteren Schwierigkeiten, die auf die Firma Einfluss haben könnten.
- Behalten Sie Ihre normalen Öffnungszeiten und Arbeitsgewohnheiten bei. Es ist wichtig, dass potentielle Käufer Ihre Firma von der besten Seite kennen lernen.
- Reparieren Sie defekte Schilder, Außenbeleuchtung, etc. Sie möchten nicht, dass Ihr Unternehmen einen vernachlässigten Eindruck macht.
- Halten Sie Ihren Warenbestand auf einem gleich bleibenden Niveau.
- Entfernen Sie Gegenstände, die Sie nicht mitveräußern möchten oder die überflüssig sind.
- Reparieren Sie defektes Inventar oder entfernen Sie es, wenn Sie es nicht nutzen und säubern Sie den Innenbereich.
- Säubern Sie die Außenbereiche.
Wie lange dauert es, mein Unternehmen zu verkaufen?
Üblicherweise dauert es im Durchschnitt zwischen drei und vier Monate, um ein Unternehmen zu verkaufen. Sie sollten aber bedenken, dass dies lediglich der Durchschnitt ist. Bei einigen Firmen dauert es etwas länger. Dies hängt auch davon ab, wie schnell wir alle für den Verkauf benötigten Unterlagen vorliegen haben. Genauso wichtig ist es, dass das Unternehmen von Beginn an richtig bewertet ist. Aus diesem Grund werden Sie von einem Business Appraiser Ihre „marktgerechte Bewertung“ erhalten. Es hat sich gezeigt, dass die Höhe der Anzahlung der Schlüsselfaktor für einen schnellen Verkauf ist. Je kleiner die Abschlagszahlung ist, durchschnittlich 40% des gewünschten Verkaufspreises oder weniger, desto kürzer ist die Zeit bis zu einem erfolgreichen Verkauf. Die Bereitschaft eines Verkäufers, eine Abschlagszahlung in einer sinnvollen Höhe zu akzeptieren, zeigt einem potentiellen Käufer, dass dieser von der wirtschaftlichen Tragfähigkeit seines Unternehmens überzeugt ist.
Warum ist die Verkäuferfinanzierung so wichtig für den Verkauf meines Unternehmens?
Studien haben ergeben, dass Verkäufer, die auf eine Einmalzahlung bestehen, nur eine 5 %-ige Verkaufschance haben. Mit akzeptablen Konditionen erhöhen sich jedoch die Chancen drastisch und die Zeit bis zu einem Verkauf wird stark verkürzt. In den meisten Fällen erkennen die Verkäufer nicht, wie viele Zinsen sie bei der Finanzierung des Verkaufes ihres Unternehmens erzielen können. Oft erhöhen die Zinsen den Verkaufspreis somit um einen stattlichen Betrag. Und, wie bereits erwähnt, es zeigt dem Käufer, dass der Verkäufer seinem Unternehmen vertraut!
Wie läuft ein Unternehmensverkauf ab?
Ihr M&A Berater wird einen individuellen Marketingplan für Ihr Unternehmen erstellen und diesen stufenweise umsetzen. Die daraus generierten Käufer wird er in einem persönlichen Interview auf deren Qualifikation prüfen und Ihr Unternehmen nur denjenigen Käufern vorstellen, die seiner Meinung nach das Potential haben, Ihre Firma zu übernehmen. Mit diesen wird er eine diskrete Firmenbesichtigung durchführen, bei der Sie bitte nur auf fachliche Fragen antworten sollten. Die Beantwortung der Fragen bzgl. der Unternehmenszahlen und des Kaufpreises wird Ihr M&A Berater gerne für Sie übernehmen, denn hier können bereits die Verhandlungen beginnen. Sollte der Kaufinteressent weitergehendes Interesse an Ihrer Firma haben, wird der M&A Berater ein Angebot für Sie entgegen nehmen. Dieses Angebot ist meist abhängig von einer oder mehreren Bedingungen. Üblicherweise möchte der Käufer Ihre finanziellen Unterlagen genauer prüfen, den Mietvertrag einsehen, den Franchisevertrag (wenn vorhanden) prüfen oder andere sachbezogene Details klären. Der M&A Berater wird Ihnen dieses Angebot präsentieren und alle Vor- und Nachteile mit Ihnen abwägen. Dies wird im M&A Berater-Büro geschehen, denn dort sind sowohl Ihre Unterlagen vorhanden, als auch die des Kaufinteressenten. Sie können dieses Angebot entweder ablehnen und ein Gegenangebot machen, oder es akzeptieren. Bei einer Ablehnung sollten Sie aber bedenken, dass der Käufer jederzeit von seinem Angebot wieder zurück treten kann. Wir werden Ihnen alle Angebote präsentieren, die für Ihr Unternehmen abgegeben wurden. Auf den ersten Blick werden Sie vielleicht über das ein oder andere nicht erfreut sein. Dennoch sollten Sie diese einer genaueren Prüfung unterziehen und sich eine Entscheidung reiflich überlegen. Einige Punkte werden vielleicht nicht Ihren Wünschen entsprechen, andere hingegen um so mehr. Die Erfahrungen haben gezeigt, dass das erste Angebot meist das Beste ist. Das bedeutet nicht, dass Sie das Erste akzeptieren sollten – aber Sie sollten es genau prüfen. Wenn Sie und der Käufer sich geeinigt haben, werden wir uns gemeinsam mit Ihnen darum kümmern, dass die Bedingungen schnellst möglich erfüllt werden. Manche Käufer ziehen an dieser Stelle auch gerne externe Berater hinzu. Es ist sehr wichtig, dass Sie in diesem Prozess mitarbeiten. Sie möchten dem Käufer doch nicht das Gefühl vermitteln, dass Sie etwas vor ihm verbergen möchten. Sobald alle Bedingungen erfüllt sind, werden die Kaufverträge vorbereitet und unterzeichnet. Sind die Verträge signiert, wird das Geld fließen und die Firma dem Käufer übertragen.
Wie kann ich den Verkauf meines Unternehmens unterstützen?
Sie können sowohl mit uns als auch mit jedem anderen Berater, der in den Verkaufsprozess involviert ist, eng zusammen arbeiten. Ein Käufer möchte immer die aktuellsten finanziellen Unterlagen haben. Wenn Sie auf die Unterstützung eines Steuerberaters zurückgreifen, sollten Sie mit diesem zusammen alles vorbereiten. Wünschen Sie einen Rechtsanwalt einzuschalten, sollten Sie sich vergewissern, dass dieser mit den Abläufen bei Unternehmensverkäufen vertraut ist und die aktuellsten Gesetze kennt (gerne können wir Ihnen eine Liste von spezialisierten Rechtsanwälten zur Verfügung stellen). Überdies sollte sein Terminkalender über die für einen schnellen Abschluss notwendige Flexibilität verfügen. Wenn der Käufer und Sie einen schnellen Abschluss wünschen, normalerweise innerhalb weniger Wochen (wenn keine bestimmte Lizenz erforderlich ist), möchten Sie sicher nicht darauf warten, dass Ihr Anwalt eine frei Minute findet, um die Verträge vorzubereiten oder bei der Unterzeichnung anwesend zu sein. Die Fristeinhaltung ist wesentlich bei einem Unternehmensverkauf, denn bei Verzögerungen in der Abschlussphase kommen oftmals beim Käufer erneute Zweifel auf. Auch für ihn ist es ein bedeutender Schritt! Schlussendlich müssen all Ihre Berater gemeinsam ein Ziel verfolgen: den Verkauf Ihres Unternehmens zum bestmöglichen Preis mit den bestmöglichen Konditionen und das so schnell wie möglich! Denken Sie daran, dass wir als Ihre M&A Berater auf Ihrer Seite sind. Je enger Sie mit uns zusammen arbeiten, desto besser können wir Ihre Interessen vertreten.
Was kann ein M&A Berater für Sie tun und was nicht?
M&A Berater sind die Experten, die Sie beim erfolgreichen Verkauf Ihrer Firma unterstützen. Es ist wichtig zu wissen, was ein M&A Berater für Sie tun kann und was nicht. Als Ihr M&A Berater können wir Ihnen zeigen, wie Sie den Verkauf so strukturieren, dass er für alle Sinn macht – für Sie und für den Käufer. Wir können für Sie den passenden Käufer selektieren, gemeinsam mit Ihnen und dem Käufer in die Verhandlungen gehen und jeden Schritt zum erfolgreichen Verkauf koordinieren. Darüber hinaus werden wir den Käufer in allen Belangen des Kaufprozesses unterstützen. Jedoch ist der M&A Berater kein Zauberer, der eine überteuerte Firma verkaufen kann. Die meisten Firmen sind verkäuflich, wenn der Preis realistisch und der Verkauf gut strukturiert ist. Die von dem Business Appraiser durchgeführte Bewertung spiegelt dessen Erfahrungen wieder und zeigt Ihnen, wie ein Käufer und sein Steuerberater Ihr Unternehmen bewerten würden. Dieser Wert wird keinem Käufer mitgeteilt! Wir werden lediglich Angebote von den Käufern entgegen nehmen um sicher zu gehen, dass Sie den besten am Markt erzielbaren Preis bekommen. Dabei beeinflusst die Höhe der Abschlagszahlung und die Konditionen für eine etwaige Ratenzahlung nicht nur die Höhe des gesamten Verkaufpreises sehr stark, sondern auch den Erfolg.
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