Leitfaden für Verkäufer - Sind Sie bereit zum Ausstieg?
| Beitragsseiten |
|---|
| Leitfaden für Verkäufer |
| Sind Sie bereit zum Ausstieg? |
| Wer ist der Käufer |
| Was Sie bedenken sollten |
| Sie können helfen! |
| Allgemeine Fragen |
| Alle Seiten |
Wenn Sie bis hier hin gekommen sind, dann ist Ihre Motivation zum Verkauf groß genug, um die ersten Schritte zu machen. Sie müssen heute noch keine entgültige Entscheidung treffen. Sie werden lediglich einige Informationen zum Thema „Erfolgreicher Unternehmensverkauf“ erhalten. Dieser Abschnitt sollte viele Ihrer Fragen beantworten und Ihnen durch den Irrgarten des Verkaufsprozesses helfen.
Frage 1
Die Frage, die fast jeder Verkäufer zuerst stellt, lautet: "Was ist mein Unternehmen wert?" Offen gesagt, würden auch wir uns diese Frage als erste stellen, wenn wir unser Unternehmern verkaufen wollten. Wir möchten diese Frage jedoch etwas nach hinten schieben und erst einige andere wichtige Dinge ansprechen. Sie müssen für den Preis verkaufen wollen, den der Markt zu zahlen bereit ist. Wenn Geld der einzige Verkaufsgrund ist, dann sind Sie wahrscheinlich noch nicht bereit, Ihr Unternehmen wirklich abzugeben.
*Insider-Tipp
Es ist egal, wie hoch Sie den Wert Ihres Unternehmens einschätzen, oder was Sie dafür verlangen. Es ist auch egal, wie hoch Ihr Steuerberater, Anwalt oder bester Freund Ihr Unternehmen bewertet. Nur der Markt kann und wird den Wert des Unternehmens bestimmen.
Frage 2
Die zweite Frage, die Sie sich stellen sollten, ist: Möchten Sie Ihr Unternehmen wirklich verkaufen? Wenn Sie sich sicher sind und gute Gründe für den Verkauf haben, wird dieser auch in die Tat umgesetzt werden. Ihre Verkaufschancen werden sich erhöhen, wenn Sie auch die 2. Frage mit „Ja“ beantworten können: Sind Ihre Erwartungen angemessen?
Die ersten Schritte
Wir gehen wir davon aus, dass Sie sich entschlossen haben, die ersten Schritte für den Unternehmensverkauf einzuleiten. Bevor Sie Ihr Unternehmen zum Verkauf anbieten, sollten Sie sich gut vorbereiten. Als Erstes müssen Sie Informationen über Ihr Unternehmen zusammentragen.
Hier ist eine Checkliste mit Dokumenten, die für einen Verkauf unabdingbar sind:
- Gewinn- und Verlustaufstellung der letzten drei Jahre
- Einkomenssteuererklärung des Unternehmens
- Inventarliste
- Kopie des Mietvertrages
- Liste der Darlehen des Unternehmens (Höhe und Tilgungsplan)
- Liste der Darlehen des Unternehmens (Höhe und Tilgungsplan)
- Eine Kopie des Franchisevertrages, sofern zutreffend
- Einen Orientierungswert für die Bestände, sofern möglich
- Liste der eventuellen externen Berater
Hinweise
Wenn Sie, wie viele andere, ein Kleinunternehmer sind, müssen Sie möglicherweise nach einigen dieser Dokumenten suchen. Wenn Sie alle oben erwähnten Informationen zusammengetragen haben, sollten Sie sich etwas Zeit nehmen, um die Daten auf den neuesten Stand zu bringen und eventulle Lücken zu schließen. Vielleicht haben Sie viele dieser Dinge vergessen, so dass es kein schlechter Rat ist, alles nochmals genau zu prüfen. Stellen Sie alle Informationen in einer ansprechenden Art und Weise zusammen, so als wollten Sie diese einem potentiellen Käufer präsentieren. Diese Informationen sind Voraussetzung für alles andere.
Sorgen Sie dafür, dass die Bilanzen des Unternehmens aktuell sind. Wenn Sie im laufenden Geschäftsjahr sind, halten Sie sowohl die Zahlen des letzten Geschäftsjahres als auch die aktuellen Zahlen für das laufende Jahr bereit. Bringen Sie Ihre Unterlagen in eine präsentierfähige Form. Es zahlt sich langfristig aus, sich externe professionelle Hilfe zu bedienen, um die Bilanzen gegebenenfalls in einer ordentlich Form zu haben. Wie Sie noch sehen werden, hängt der Preis für ein Unternehmen im Wesentlichen vom bereinigten Gewinn ab. Berücksichtigt werden müssen dabei der Gewinn, die Entnahmen des Inhabers, die Abschreibungen und andere Ausgaben, die nicht betriebsnotwendig waren. Geraten Sie nicht in Panik, wenn auf den ersten Blick unter dem Strich andere Zahlen stehen, als Sie erwartet haben. Wenn Sie die oben genannten Punkte berücksichtigen und Ihr Ergebnis bereinigen, sieht der Cashflow möglicherweise deutlich besser aus.
Potentielle Käufer möchten die Zahlen Ihres Unternehmens prüfen. Denn Sie wollen wissen, ob sie dem Kapitaldienst nachkommen (dazu später mehr) und obendrein ihren Lebensunterhalt verdienen können. Wenn Ihr Unternehmen für den Lebensunterhalt eines Käufers nicht ausreicht, müssen Sie nüchtern feststellen, dass es wohl nicht verkauft werden kann. Sie müssen einen Käufer finden, der bereit ist, das hohe Risiko zu übernehmen, oder Sie finden einen Branchenexperten, der der Meinung ist, dass er oder sie das Geschäft ausbauen kann.
*Insider-Tipp:
Die große Frage ist eigentlich nicht, für wie viel Geld Sie Ihr Unternehmen verkaufen können, sondern wie viel Ihnen davon nach Abzug der Steuern übrig bleibt.
Wichtigster Punkt ist, dass Sie, bevor Sie einen Preis festsetzen oder Ihr Unternehmen verkaufen, die steuerlichen Konsequenzen des Verkaufs mit einem Steuerberater diskutieren. Sie sollten sich nicht bereits mitten in einer Transaktion mit einem soliden Käufer befinden und dann feststellen, dass Ihnen vom Verkaufserlös nach Abzug der Steuern wesentlich weniger bleibt, als Sie sich vorgestellt haben.