Leitfaden für Verkäufer - Was Sie bedenken sollten
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Käufer haben Interesse am bereinigten Gewinn
Sie sollten nicht vergessen, dass die meisten Käufer die Zahlen Ihres Unternehmens kaufen möchten. Sprechen Sie mit Ihrem Steuerberater und bringen Sie Ihre Bilanzen in Ordnung, so dass der „wahre Gewinn“ des Unternehmens zu erkennen ist. Der bereinigte Gewinn ist normalerwiese wesentlich höher als der ausgewiesen Gewinn. Die meisten Käufer schauen zuerst auf die Gewinn- und Verlustrechnung sowie auf die Bezüge des Inhabers und/oder dessen Familie. Zusätzlich analysieren sie eventuelle Vergünstigungen für Familienangehörige (Autos, Versicherungen etc.). Sie achten auf einmalige Kosten, beispielsweise für ein neues Computersystem oder die Reparatur einer Maschine und sie berücksichtigen die Abschreibungen. Ebenso werden die Zinsaufwendungen geprüft, da sie Inhaberabhängig sind. Ein professioneller M&A Berater wird all diese genannten Positionen berücksichtigen, wenn er einem Verkäufer rät, zu welchem Preis er verkaufen soll.
*Insider-Tipp:
Wie sieht es mit dem Internet aus? Wenn es zu Ihrem Unternehmen passt, ist die Gestaltung einer Website nicht nur für das operative Geschäft sehr wichtig, sondern kann Sie bei der Suche nach einem geeigneten Käufer für Ihre Firma sehr gut unterstützen. Den meisten Käufern ist bewußt, wie wichtig das Internet in vielen Geschäftsbereichen sein kann. Wenn Ihr Unternehmen eine Website besitzt, kann dies ein entscheidender Vorteil sein.
Das Aussehen zählt
Bevor Sie sich zum Verkauf entschließen, sollten Sie altes und verschlissenes Inventar ersetzen. Gehen Sie nicht davon aus, dass ein neuer Inhaber dies tun wird oder dass der Kaufpreis dafür auch etwas niedriger sein kann. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, das Unternehmen „zu schmücken“, selbst wenn Sie es nicht verkaufen. Bringen Sie ein neues Firmenschild an, tauschen Sie den Teppich aus, lassen Sie die Gebäude neu streichen. Alles muss perfekt aussehen. Selbst wenn Sie nicht verkaufen, ist das gut für Ihr Geschäft und Sie wissen nie genau, wann sich die Chance für einen Verkauf ergibt. Denken Sie daran: alles, was den Umsatz erhöht, erhöht auch den Gewinn und den so wichtigen „bereinigten Gewinn“!
Alles hat einen Wert
Es gibt noch weitere Dinge, die den Wert Ihres Unternehmens steigern. Vergessen Sie nicht den Wert von Kundenkarteien, von selbst entwickelten Produkten und/oder Verfahren, von gut gepflegten Anlagen, geheimen Rezepten, benutzerspezifischen Softwareprogrammen oder guten Mitarbeitern. Dies sind sogenannte nicht bilanzierte Positionen, und auch wenn sie bei den meisten Preisbildungsmodellen nicht berücksichtigt werden, erhöhen sie doch den Unternehmenswert. Analysieren Sie Ihr Unternehmen sehr sorgfältig, so dass Sie wichtige Aspekte nicht übersehen, die Ihr Geschäft für einen Käufer attraktiver machen können.
Vermeiden Sie Überraschungen
Sorgen Sie dafür, dass es keine Überraschungen geben kann, und zwar lange, bevor Sie Ihr Unternehmen auf den Markt bringen! Überprüfen Sie jede Facette des Unternehmens und beseitigen Sie eventuelle Probleme, die während des Verkaufs auftreten könnten. Niemand liebt Überraschungen, am allerwenigsten ein potentieller Käufer. Ob es sich nun um juristische, Buchhaltungs-, Umwelt- oder sonstige Probleme handelt, lösen Sie diese jetzt!
*Insider-Tipp:
Dieser Tipp klingt möglicherweise trivial, weil er schon bei Beginn der Geschäftstätigkeit hätte erledigt werden sollen und so kommt er möglicherweise jetzt zu spät. Sie sollten ein Firmenhandbuch erstellen. Vielleicht haben Sie bereits eines, das Jahre alt ist, oder Sie haben wenigstens bereits einmal daran gedacht, ein solches zu erstellen. Jetzt ist die richtige Zeit dafür. Es kann einen zusätzlichen Wert für das Unternehmen darstellen. Selbst wenn dies nicht der Fall ist, werden Käufer davon sehr beeindruckt sein. Dies kann auch zu einem schnelleren Verkauf beitragen. Die Erarbeitung eines Handbuchs, kann auch bei einem Nichtverkauf nützlich sein. Es muss nicht jedes Detail regeln, sondern nur die Grundlagen. Eindruck hinterlassen auch eine Sammlung Ihrer geschalteten Werbeanzeigen, ein Produktkatalog, Produktproben, Publikationen und Menükarten (wenn es sich um einen Gastronomiebetrieb handelt). Stellen Sie alle Informationen zur Verfügung, die im Zusammenhang mit dem Unternehmen stehen und dem neuen Inhaber von Nutzen sein können. Achten Sie jedoch auf die Wahrung Ihrer Firmengeheimnisse (z. B. Kundenlisten, Lieferantenlisten, geheime Rezepte usw.).